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Integrierte ländliche Entwicklung


Etwa 48% der sächsischen Bevölkerung leben im ländlichen Raum. Er umfasst damit einen Flächenanteil von ca. 83,5%. In den Verdichtungsräumen um Dresden, Chemnitz und Leipzig sind ebenfalls teilweise dörfliche Strukturen vorhanden, die in der Ländlichen Entwicklung zu berücksichtigen sind. Der ländliche Raum ist ein unverzichtbarer Teil der sächsischen Identität. Er hat wichtige Funktionen als Lebens- Arbeits- und Erholungsraum für alle Sachsen und seine Gäste. Er ist lebenswichtiger Lebensmittel-, Rohstoff-, Energie- und Trinkwasserlieferant.

Die integrierte ländliche Entwicklung (ILE) wird als übergreifender Prozess verstanden, Er betrifft alle Förderrichtlinien des Freistaates, sofern eine regionale Prioritätensetzung sinnvoll ist. Die Umsetzung der Einzelmaßnahmen erfolgt, sofern eine Förderfähigkeit gegeben ist, über die Fachrichtlinien der jeweiligen Ressorts, unter anderem auch über die Richtlinie ILE/2007.

Ziel der Richtlinie ist die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse, d. h. Chancengerechtigkeit unabhängig vom Wohnort in allen Teilräumen des Freistaates. Insbesondere sollen die Arbeits- und Lebensverhältnisse gestärkt und jungen Menschen günstigere Entwicklungsmöglichkeiten im ländlichen Raum Sachsens eröffnet werden.

Antragsberechtigt sind:
Gebietskörperschaften (Gemeinden, Gemeindeverbände, kommunale Zusammenschlüsse), bestimmte Körperschaften des öffentlichen Rechts, Teilnehmergemeinschaften und deren Zusammenschlüsse, Wasser- und Bodenverbände, nichtgewerbliche Zusammenschlüsse, natürliche Personen, rechtsfähige Vereine, Stiftungen des öffentlichen und privaten Rechts, Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen

Die Förderung erfolgt als Anteilsfinanzierung im Rahmen einer Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss.